Xbox Project Scorpio: Schafft das Xbox One-Upgrade echtes 4K-Gaming?

Die Xbox Projekt Skorpion soll 4K-Gaming ermöglichen – doch wird das Xbox One-Upgrade wirklich stark genug dafür sein? Brancheninsider zweifeln daran. 6 Teraflops mögen auf dem Papier viel sein, doch letztlich dürfte die Xbox Project Scorpio kaum das Niveau eines Mittelklasse-Computers überschreiten.

4K-Gaming auf einer Spielekonsole? Was die Xbox One S nicht schafft, soll die Xbox Projekt Skorpion bereits im kommenden Jahr schaffen. Die Seite Ars Technica hat aber gehörige Zweifel daran und hält das Ziel von Microsoft für überaus ambitioniert. Mag die Xbox Project Scorpio es auf 6 Teraflops bringen und über eine Speicherbandbreite von 320 GB/s verfügen – echtes natives 4K-Gaming hält Redakteur Mark Walton dennoch für wenig glaubhaft.

Xbox Project Scorpio soll im Vergleich zur Xbox One etwa 40 Prozent leistungsstärker werden. Microsoft dürfte von der ewigen Diskussion um die Auflösung die Nase voll gehabt haben. Ob ein Xbox One-Game nun in 920p oder 1080p gerendert wurde, war und ist oftmals ein heiß diskutiertes Thema – gerade im Vergleich zur PS4, die in puncto Auflösung die Xbox One oftmals aussticht.

Project Scorpio mit 6 Teraflops, Xbox One mit 1,31

Die 6 Teraflops für das Xbox One-Konsolenupgrade zusammen mit der Speicherbandbreite von 320 GB/s sind ohne Zweifel ein riesiger Sprung nach vorn. Zum Vergleich: Die Xbox One bringt es auf etwa 1,31 Teraflops – ein durchaus signifikanter Zugewinn an Leistung. Laut Microsoft soll die neue Konsole nicht nur 4K-Games unterstützen, sondern auch eine Virtual Reality-Brille – heißer Kandidat hierfür sei die Oculus Rift, mutmaßt Ars Technica. Auch der High Dynamic Range für eine bessere Kontrastdarstellung werde von Project Scorpio unterstützt.

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4K-Gaming ohne Qualitätseinbußen kaum machbar

Walton vermutet dennoch, dass natives 4K-Gaming ohne Kompromisse in Sachen Grafikqualität mit diesen Specs kaum zu bewältigen sei. Insbesondere im Vergleich mit aktuellen PC-Grafikkarten verlieren die 6 Teraflops doch deutlich an Strahlkraft. Die R9 390X von AMD erziele etwa 5,9 Teraflops, habe aber bereits bei Games in 4K mit 30 Bildern pro Sekunden zu kämpfen. Selbst High-End-Grafikkarten wie die R9 Fury X (8,4 Teraflops) und die Nvidia GTX 1080 (9 Teraflops) schaffen 4K-Games nicht spielend leicht.

Natürlich muss dabei berücksichtigt werden, dass die Spieleentwickler aus vergleichbarer Hardware immer etwas mehr Leistung aus der Konsole herauskitzeln können. Doch echtes natives 4K-Gaming erscheint dennoch kaum erreichbar – übrigens betrifft das die Playstation 4.5 Neo ebenfalls. Die soll es sogar „lediglich“ auf etwa 4,2 Teraflops bringen und hätte damit leistungstechnisch gegenüber Project Scorpio sogar das Nachsehen. Weder die PS4 Neo noch die Xbox Project Scorpio dürften kaum Schützenhilfe vom Prozessor bekommen. So wird für das PS4-Upgrade der gleiche AMD Jagar Octa-Core-Prozessor erwartet, lediglich die Taktung soll 500 MHz höher sein.

Xbox Project Scorpio kein 4K-Gaming-Monster

Auch Project Scorpio werde eine vergleichbare Octa-Core-CPU erhalten, wenngleich die genauen Spezifikationen noch unklar seien. Zwar werde die Xbox Project Scorpio ihr 4K-Versprechen sicher nicht brechen, doch sollten potenzielle Käufer mit realistischen Erwartungen auf die neue Konsole blicken. Vieles spreche dafür, dass Xbox Project Scorpio zwar ein teures Vergnügen werde, aber wahrlich kein 4K-Gaming auf höchstem Niveau schaffen werde. Die mutmaßlichen Hardware-Specs können dies schlichtweg nicht bewerkstelligen. Der Release der Xbox Project Scorpio soll 2017 erfolgen.

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