Die PlayStation 4.5 Neo mit 4K kommt – aber nicht zur E3 2016, sondern erst später. Erstmalig bestätigte ein Sony-Manager die Existenz der High-End-PS4. Wer aber auf echtes 4K-Gaming hofft, dürfte enttäuscht werden.

In einem Interview mit der Financial Times bestätigte Sony-Manager Andrew House die Existenz einer High-End-PS4. Anders als gemeinhin erwartet, wird die PlayStation 4.5 Neo aber doch keinen Auftritt auf der weltgrößten Spielemesse E3 2016 haben, die am 14. Juni in Los Angeles beginnt. Immerhin bestätigte Sony damit erstmalig die Spekulationen, die seit Monaten in den Medien kursieren – nämlich, dass die PS4 ein stärkeres Upgrade bekommt.

PS4 Neo werde die PS4 ergänzen, nicht ersetzen

Andrew House, Präsident bei Sony Interactive Entertainment, bestätigte im Interview den 4K-Support der neuen Konsole und die Tatsache, dass die PS4 Neo eine detailreichere Grafik ermöglichen werde. Preislich werde sich das neue Modell nicht auf dem Niveau der aktuellen Spielekonsole bewegen, sondern darüber. Dabei werde die leistungsstärkere PlayStation 4 die aktuelle Generation nicht ersetzen, sondern vielmehr ergänzen, sagte House. Alle Spiele werden auch weiterhin für die PS4 erscheinen und die meisten auch mit der PS4 Neo kompatibel sein. Genauere Informationen zu einem möglichen Release-Termin oder wann die Japaner ihr neues Modell vorstellen werden, verriet der Sony-Vertreter nicht. Als möglicher Rahmen für die Vorstellung der PlayStation 4.5 Neo werden nunmehr die Tokyo Game Show im September und die Paris Games Week im Oktober gehandelt. Eine Präsentation anlässlich der Gamescom im August kann zwar nicht ausgeschlossen werden, erscheint aber eher unwahrscheinlich.

PS4 Neo wohl kaum fit für echtes 4K-Gaming

Auf Golem.de wird gemutmaßt, dass die PS4 4K gar kein natives Gaming-Erlebnis in Ultra HD bieten können wird. Statt echter 4K-Auflösung dürften sich Entwickler eher für natives Full HD mit 1.920 x 1.080 Pixeln entscheiden – und damit für mehr Grafikdetails, bessere Schatten oder aufwendigere Shader-Effekte, heißt es in dem Meinungsartikel des Technik-Portals. Das Mehr an Leistung könnte in vielen Fällen eher einer besseren Sichtweite und einer höheren Framerate zugutekommen. Sollten die Spekulationen rund um die Spezifikationen der PS4 Neo bestätigen, sieht es wie folgt aus: Statt 18 sollen 36 Shader-Cluster zum Einsatz kommen. Der Grafikchip würde von knapp 100 MHz und wahrscheinlich einer besseren Architektur profitieren. Insgesamt soll die reine Rechenleistung der Grafikeinheit so von 1,84 auf 4,2 Teraflops steigern – einem Faktor von 2,3 im Vergleich zur derzeitigen PS4.

PS4 Neo: Release wohl zu Weihnachten

Was sich auf den ersten Blick viel anhört, relativiert sich vor dem Hintergrund der deutlich höheren Auflösung. Da 4K viermal mehr Pixel als Full HD bietet, die Konsole aber theoretisch lediglich 2,3 Mal schneller sein könnte, würde das mehr an Leistung die deutlich höhere Auflösung kaum stemmen können. Zwar müssen nicht alle Prozesse in 4K gerendert werden. Doch natives 4K-Gaming dürfte die PS4 Neo ohne größere Qualitätseinbußen kaum schaffen – abgesehen vielleicht von grafisch wenig aufwendigen Indie-Spielen.

Der 4K-Support des Konsolen-Upgrade dürfte sich vielmehr Streaming-Anwendungen oder auch auf die Ultra HD Blu-ray-Wiedergabe beziehen. Da die meisten Spiele wahrscheinlich zwischen 1080p und 2160p berechnet werden dürften, könnten Besitzer von Full HD-TVs dank Downsampling von einer besseren Qualität profitieren. Wer einen 4K-Fernseher besitzt, wird einmal mehr wahrscheinlich nur hochskalierte Games serviert bekommen. Natives 4K-Gaming dürfte wohl erst die PlayStation 5 bieten, die wohl nicht vor 2020 in den Handel kommen dürfte. Die PS4 Neo hingegen dürfte wohl passend zu Weihnachten zu kaufen sein.

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