Schon Ende 2016 will Netflix ganze 600 Stunden 4K-Inhalte an seine Kunden streamen. Auch erste HDR-Streams werden erwartet. Virtual Reality spielt für Netflix hingegen vorerst keine Rolle.

Netflix will seine 4K-Aktivitäten auch künftig ausbauen. Bis Ende des Jahres sollen rund 600 Stunden in 4K-Auflösung verfügbar sein, berichtet Forbes. Das erklärte Netflix-Manager und Vice President für Produktinnovationen, Chris Jaffe, auf dem Mobile World Congress diese Woche in Barcelona. Diese beeindruckende Zahl macht deutlich, dass der Streaminganbieter sich Ultra HD-Inhalten verschrieben hat. Gleichwohl muss festgehalten werden, dass es sich bei dem 4K-Content primär und zum größten Teil um Serien handelt. Filme in ultrahochauflösender Qualität sind hingegen Mangelware. Ob das an den Hollywood-Studios liegt oder an Netflix selbst, ist unklar. Konkurrent Amazon ist mit seinem Streamingangebot Prime Video in puncto 4K-Filme jedenfalls deutlich weiter.

„Daredevil“ & „Marco Polo“ noch 2016 in HDR

Außerdem bestätigte Jaffe das künftige Engagement von Netflix in puncto High Dynamic Range, kurz HDR. Nachdem Rivale Amazon bereits seit einiger Zeit HDR-Inhalte anbietet, hat Netflix die Unterstützung dieser Technologie auf die lange Bank geschoben. Doch noch in diesem Jahr sollen endlich erste HDR-Inhalte folgen: Den Start machen die erste Staffel von „Marco Polo“ und die zweite Staffel von „Daredevil“. Bei HDR „ginge es weniger darum, mehr Pixel auf den Bildschirm zu bringen, wie es beim Umstieg von HD auf Ultra HD 4K war“, gibt der Netflix-Manager zu bedenken. Vielmehr sei „der gesamte Bereich dieser Pixel“ von Bedeutung. Der Zuschauer erhalte mit HDR ein nahezu „fotorealistisches Bild“. Dieses sei zugleich für das menschliche Auge weit mehr repräsentativ.

Angesprochen auf eine mögliche Virtual Reality-Unterstützung von Netflix entgegnete Jaffe, dass VR sich nicht auf der Agenda des US-Unternehmens befinde. Zwar sei Virtual Reality insbesondere für das Gaming-Bereich ein idealer Einsatzgebiet. Doch eine Integration in das Angebot von Netflix sieht der Manager des Video-on-Demand-Dienstes nicht.

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