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DJI Osmo Mobile im Test: So gut funktioniert der Gimbal für iPhone 7 & Co.

Bildnachweis: 4kevolution

Der DJI Osmo Mobile im Test: Kinoreife Videoaufnahmen mit dem iPhone 7 oder dem Galaxy S8? Mit einer ordentlichen Videostabilisierung kommt man diesem Ziel erheblich näher. Ob der Gimbal der Drohnen-Spezialisten hält, was er verspricht, verrät unser Test.

  1. Technische Daten und kompatible Smartphones
  2. Elegantes Design und unkomplizierte Handhabung
  3. Das kann die DJI Go App
  4. Ordentliche Akkulaufzeit, Anschluss eines Mikros nicht möglich
  5. Fazit: Das ideale Gadget für ambitionierte Smartphone-Filmer

Die Smartphone-Kamera ist fast immer griffbereit – und deshalb für viele Nutzer die erste Wahl für die Aufnahme von Fotos und Videos. Und zurecht, schließlich sind Smartphone-Cams über die Jahre immer besser geworden. Bessere Modelle haben oftmals schon einen optischen Bildstabilisator integriert, doch diesem sind natürliche Grenzen gesetzt. Wer möglichst verwacklungsfreie Aufnahmen erstellen möchte, kommt um einen vernünftigen Gimbal nicht drum herum. Der chinesische Hersteller DJI, bekannt vor allem für seine Drohnen, bietet mit dem Osmo Mobile ein entsprechendes System für Smartphones an – für Android-Geräte und iPhones gleichermaßen.

Technische Daten und kompatible Smartphones

Das Prinzip ist schnell erklärt: Einfach das Smartphone in die Halterung des DJI Osmo Mobile einhängen,   das System tariert sich das Mobiltelefon automatisch aus. Zuvor müssen das Smartphone und der Gimbal verbunden werden – nicht per WLAN, sondern energieeffizient per Bluetooth. Anschließend können Videos über die Standard-Kamera-App aufgenommen werden. Wer vom vollen Funktionsumfang profitieren möchte, muss zur kostenlosen DJI Go App greifen. Diese ist sowohl für Android und iOS verfügbar, der Funktionsumfang ist für iPhones aber derzeit noch etwas größer als bei Android.

Doch zunächst zum Gerät selbst: Genutzt werden kann der DJI Osmo Mobile mit Smartphones mit einer Länge von 59 bis 85 Millimetern und einer Dicke von maximal 8,4 Millimetern. Zu klein darf das Smartphone also nicht sein, zu groß aber auch nicht. Gängige Smartphones wie das iPhone 7 oder das Galaxy S8 funktionieren aber problemlos. Dabei gilt es aber zu beachten, dass es bei verwendeten Schutz-Cases mitunter eng werden kann. Generell sorgen die Rahmendaten aber dafür, dass der Gimbal mit vielen Smartphones kompatibel ist.

Elegantes Design und unkomplizierte Handhabung

Verarbeitung und Design wissen zu überzeugen, der DJI Osmo Mobile besteht aus einer orbusten und korrosionssicheren Magnesiumlegierung, die laut Hersteller auch bei High-End-Kameras und Flugzeugen zum Einsatz kommt. Alles wirkt hochwertig und gut durchdacht. Die Ladung erfolgt, etwa unüblich, über einen 3,5-mm-Klinkenanschluss, über den auch Firmware-Updates eingespielt werden können. Im Lieferumfang ist ein Akku enthalten, außerdem eine Handschlaufe und eine praktische Tragetasche.

Um das Smartphone im Osmo Mobile zu fixieren, stehen zwei Rädchen an der Halterung zur Verfügung. Mit einem wird der Gimbal an die Länge des Smartphones angepasst, mit dem anderen die Breite, damit das Mobiltelefon auch gut und sicher sitzt. Nach erfolgter Bluetooth-Kopplung kann die Aufnahme beginnen. Empfehlenswert ist hier der Einsatz der kostenlosen DJI Go App, aber auch die herkömmliche Kamera-App kann genutzt werden. Die Hardware-Tasten des DJI Osmo Mobile funktionieren aber nur mit der offiziellen App, etwa Auslöser oder der Joystick für sanfte Schwenks. Vier unterschiedliche Modi werden unterstützt: So kann die Smartphone-Kamera im Quer- und Hochformat genutzt werden, außerdem sind ein Underslung- und Flashlight-Modus mit an Bord.

Das System gleicht während der Videoaufnahme mit seinen Elektromotoren natürliche Bewegungen vollautomatisch aus – und sorgt so für deutlich sanftere Aufnahmen. Wunder kann auch der beste Gimbal nicht vollbringen. Insbesondere bei schnelleren Bewegungen kommt das System mitunter ins Schwitzen. Doch im Vergleich zu Aufnahmen ohne Gimbal ist der Unterschied deutlich zu sehen. Die Aufnahmen mit dem Osmo Mobile sind deutlich sanfter, weicher und verwacklungsfreier. Besonders gut gelangen im Test Aufnahmen mithilfe des Joysticks, der sich sehr präzise nutzen lässt. Schnelle oder etwas langsamere Schwenks sind mit dem Joystick problemlos möglich. In den Einstellungen der App kann zudem die Empfindlichkeit justiert werden.

Das kann die DJI Go App

Preis: EUR 212,24
Die DJI Go App wurde stetig verbessert, läuft aber nach wie vor nicht immer ganz fehlerfrei. So merkte sich die Anwendung im Test nicht immer zuverlässig die zuvor definierte Auflösung, mitunter verschwanden Panoramaaufnahmen von einem Tag auf den anderen. Die App bietet zwar viele Features, kann aber auf den Anfänger etwas überfrachtet wirken – insbesondere Nutzer der Standard-Kamera-App auf dem iPhone benötigen erst einmal Umgewöhnungszeit. Bei den Panoramaaufnahmen sind deutliche Übergänge zwischen den einzelnen Bildabschnitten zu erkennen. Hier sollte der DJI Osmo Mobile unbedingt sicher auf einer festen Unterlage stehen, um bessere Panos erstellen zu können.

Warum man der DJI Go App dennoch den Vorzug geben sollte? Zunächst kann das volle Potenzial nur mit der App ausgeschöpft werden. Per ActiveTrack etwa kann das Objekt angewählt werden, das während der Aufnahme vom System automatisch verfolgt werden soll – so bleibt man selbst immer im Bild, während man sich bewegt. Zudem sind Zeitrafferaufnahmen ebenso möglich wie beeindruckende Zeitlupenvideos. Das haben zwar auch viele Smartphones von Haus aus an Bord, doch insbesondere die Zeitrafferaufnahmen sind sehr beeindruckend. Auch Aufnahmen in Kombination mit einem Stativ gelingen spielend leicht. Die 3-Achsen-Stabilisierung erlaubt sehr lange Belichtungszeiten und somit scharfe Bilder auch bei schwierigen Lichtverhältnissen. Auf Knopfdruck kann zudem ein Live-Stream über Facebook oder YouTube gestartet werden.

Ordentliche Akkulaufzeit, Anschluss eines Mikros nicht möglich

Seinen Strom bekommt der DJI Osmo Mobile über einen austauschbaren Akku mit einer Kapazität von 970 mAh. Hersteller DJI verspricht eine Akkulaufzeit von bis zu 4,5 Stunden. Im Test konnten wir diese Angabe weitestgehend bestätigen, der Energiespeicher ist auch für ausgiebige Video-Sessions gut zu gebrauchen. Profis sollten ohnehin mindestens immer eine zweite Batterie mit im Gepäck haben. Etwas ärgerlich ist, dass man etwa beim iPhone 7 Plus kein zusätzliches Mikrofon anschließen kann, da der Lightning-Anschluss in der Halterung verdeckt wird und während der Aufnahmen nicht zur Verfügung steht. Und auch der 3,5-mm-Klinkenanschluss dient ausschließlich für das Aufladen des DJI Osmo Mobile und für das Einspielen von Firmware-Updates – ein Mikrofon lässt sich aber auch hieran nicht anschließen.

Fazit: Das ideale Gadget für ambitionierte Smartphone-Filmer

Die unverbindliche Preisempfehlung des DJI Osmo Mobile beträgt 339 Euro – es gibt deutlich günstigere Gimbals am Markt. Dafür überzeugt der DJI Osmo Mobile durch eine exzellente Verarbeitung, gute Handhabung. Die Kerndisziplin, nämlich die Stabilisierung von Videoaufnahmen, meistert der Gimbal ziemlich ordentlich. Perfekte Ergebnisse bei sehr schnellen Bewegungen darf man naturgemäß nicht erwarten. Doch selbst Anfängern gelingen mit dem Osmo Mobile beeindruckende Aufnahmen, die deutlich verwacklungsarmer daherkommen. Das Gadget hat zwar seinen Preis, doch wer mehr aus seinen Smartphone-Videos herausholen möchte, der ist mit diesem Gerät sehr gut bedient.



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